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Autor: Anke Freiman

Poetry Slam Workshop im Gymnasium Roth

Sven Kamin und Michael Jakob im Gymnasium
Die Poetry Slamer Sven Kamin und Michael Jakob (v. l.) brachten den Schülerinnen und Schülern einiges Tipps und Tricks bei.

Poetry Slams – das sind Dichterwettstreite, bei denen Poeten dem Publikum ihre Texte vortragen und auf eine gute Wertung durch das Auditorium hoffen. Bundesweit lockt das Literaturphänomen zumeist junge Zuhörer in verrauchte Kneipen und die größten Hallen der Republik. Initiiert vom Museum Schloss Ratibor, der Stadtbücherei und dem Jugendbüro der Stadt Roth wagten sich nun auch zwei Gruppen von Zehntklässlern des Rother Gymnasiums an den wortreichen Contest.

Angeleitet wurden die 24 Gymnasiasten durch zwei erfahrene „Slammer“ der Szene, die seit Jahren erfolgreich auf der Bühne stehen: Michael Jakob und Sven Kamin. Dabei war in deren Einführung war zu erfahren, dass Franken die „Poetry-Slam-Gegend“ schlechthin sei. Nirgends in Deutschland gebe es eine höhere „Slam“-Dichte!

Im Zentrum des Workshop-Vormittags stand dann die Aktivierung der Fantasie: Rap, Kurzgeschichte, Ballade, Gedicht, Einkaufszettel, Brandrede oder Selbstbetrachtung – jede Idee in jedweder Form kann zur Basis eines poetischen Beitrags werden. Es wurde auch schnell klar, wie die kreative Gestaltung persönliche Probleme besser handhabbar macht.

Beim Verfassen eigener Texte wurden die Schüler anschließend durch Jakob und Kamin individuell betreut. Ganz besonders Mutige trugen ihre Ergebnisse auch vor: Betrachtungen über Globuli oder gesunde Ernährung trafen so auf ein „Gebet zum Todesgott“ und Beiträge zum Schulalltag. Einer der Vortragenden hatte sich für seinen Textbeitrag zugunsten der Reimform entschieden - und zeigte sich dem gewachsen!

Dass die Themen, die die Jugendlichen bewegen, zu Literatur werden können, wurde in den Workshops deutlich. Und wer weiß: Vielleicht traut sich demnächst sogar einer von ihnen, öffentlich bei einer Poetry Slam-Veranstaltung aufzutreten. Die Kulturfabrik in Roth bietet dazu regelmäßig ein Podium.

Bezuschusst wurde das Projekt von STADTKULTUR Netzwerk Bayerischer Städte e.V. aus Mitteln des Kulturfonds Bayern.

 

 

Artikel vom 30.07.2018