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Schloss Ratibor
Herbst
Regen

Eine Perle am Fluss

Regen ist eine reizende Kleinstadt im mittleren Bayerischen Wald, die in eine sanfte Hügellandschaft eingebettet ist. Die Stadt ist geprägt von Tourismus, mittelständischem Handwerk, Handel und Gewerbe.

Die Freundschaftsbeziehungen mit Regen werden bereits seit 1979 gepflegt. Am 2. Oktober 2004 haben Roth und Regen die Partnerschaftsurkunde unterschrieben und dürfen sich seit dem "amtliche Partner" nennen.

Delegation aus Roth besucht Partnerstadt Regen

Anlässlich des 140. Pichelsteiner Festes in Regen hat die Stadt Roth ihrer Partnerstadt einen Besuch abgestattet. Eine Abordnung mit rund vierzig Teilnehmern hat sich gemeinsam mit dem Ersten Bürgermeister Ralph Edelhäußer am Sonntag, 27. Juli 2014 auf den Weg gemacht, um mit den Freunden aus der Partnerstadt am großen Festzug teilzunehmen. Vertreter aus Politik, Vereinen und Verbänden sowie der Verwaltung bildeten eine der 25 Fußgruppen, die neben zahlreichen Festwägen und Pferdegespannen in einem über drei Kilometer langen, farbenfrohen Umzug den Festplatz in Regen ansteuerte.

Es hat schon lange Tradition, dass die Stadt Roth ihre Partnerstadt im Bayerischen Wald zum Pichelsteiner Fest besucht und am Umzug teilnimmt. Wie jedes Jahr folgt die Gegeneinladung schon kurze Zeit später zur Kirchweih nach Roth. Dann wird eine Delegation aus Regen anreisen und die „amtliche“ Partnerschaft, die mittlerweile zehn Jahre andauert, pflegen und weiter vertiefen. (29.07.2014)

Geschichte

Die erste gesicherte urkundliche Erwähnung von Regen und seiner Kirche findet sich in einem päpstlichen Schutzbrief vom 30. März 1148. Papst Eugen III. bestätigt darin, dass die Kirche von Regen zum Besitz des Stiftes Niederalteich gehört. Der Ort Regen dürfte aber vielleicht doch noch in der ersten großen Rodungsperiode des Klosters Rinchnach entstanden sein. Der Ortsname Regen hat sich vom Fluss auf die Ansiedlung übertragen.

1207
Am 2. November werden erstmals die Regenbrücke und Regen als Dorf erwähnt

1254
Wird in dem Güterverzeichnis des Abtes Hermann von Niederalteich Regen als Klostermarkt ausgewiesen, der zur Grundherrschaft der Propstei Rinchnach gehört. Die eigentliche Gründung Regens vollzieht sich am 1. April 1270. An diesem Datum wurde ein Tauschvertrag zwischen Herzog Heinrich XIII. und Abt Hermann von Niederalteich, dem Grundherrn im Klostermarkte Regen, geschlossen. Demnach erhielt der Herzog vom Niederalteicher Abt einen Hof und mehrere kleinere Anwesen in Regen, vier Lehensgüter in Chundorf und dreieinhalb Lehensgüter in Greimprechtstorf. Der Abt wurde vom Herzog dafür mit je einem Hof in Sallitz und Metten, dem Schützenhof und einem Hof auf der linken Seite des Regenflusses entschädigt. Der grundherrschaftliche Erwerb des Herzogs und die auch in der obigen Tauschurkunde bestätigte Aufteilung von Grund und Boden der eingetauschten Weiler und Hofstätten an die Bewohner beweisen eindeutig, dass der Herzog ein Gemeinwesen zu schaffen beabsichtigte, in welchem er seinen Grund-, Gerichts- und Vogtuntertanen durch einen gleich verteilten Besitzstand den lebensnotwendigen Bedarf an Nahrungsmitteln sichern wollte; zugleich erwartete der Herzog wohl aber auch von seinen Grunduntertanen, dass sie Handwerk und Handel betreiben sollten, um die bäuerliche Bevölkerung der Umgebung zu versorgen, genauso wie es sich für den Markt gehörte.

Das Ergebnis der vom wittelsbachischen Landsherrn betriebenen strukturellen Änderung des nun herzoglichen Marktes Regen ist im Urbar des Viztumamtes Straubing von 1301/1307 festgehalten. Der Markt Regen ist nun Sitz eines herzoglichen Schergenamtes. Aus dem zusammengelegten Grund und Boden der niedergerissenen Dörfer wurden 24 Lehen errichtet. Da in dem oben angegebenen Herzogurbar die Orte Chundorf und Greimprechtstorf nicht mehr erscheinen, ist daraus zu schließen, dass der Auf- und Ausbau des Marktes Regen und seiner Ortsflur bis 1307 abgeschlossen gewesen sein müssen. Die Behausungen der ehemals rinchnachischen Grunduntertanen von Chundorf und Greimprechtstorf dürften zu diesem Zeitpunkt niedergerissen, ihre Ortsfluren zusammengelegt und auf die neuen 24 nunmehr Regener Lehen verteilt worden sein. Die Wappen- und Siegelverleihung für Regen erfolgte am 10. Juli 1448 durch Herzog Albrecht III. Das Wappen besteht aus einem Schild, auf dem sich in einem blauen Feld eine Lilie befindet und über derselben sich ein Regenbogen spannt.

1811 ist Regen Municipalgemeinde. Am 1. Januar 1932 wurde der Markt Regen zur Stadt erhoben. In Regen finden seit dem Mittelalter bedeutende Waren- und Viehmärkte statt. Auf den Regener Ochsenmärkten wurden auch Ochsen aus Böhmen, Ungarn und dem Hochstift Passau vermarktet. Seit 1898 werden in Regen von der Firma Rodenstock Brillengläser hergestellt. Heute gibt es in der Gemeinde Regen ca. sechshundert gewerbliche Unternehmungen. Seit 1972 ist Regen Sitz des Landratsamtes des Großlandkreises Regen.

Vertragsunterzeichnung

Mit der Unterzeichnung einer Partnerschaftsurkunde wurden am 2. Oktober 2004 die langjährigen freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Städten Roth und Regen offiziell besiegelt.

Die feierliche Unterzeichnung erfolgte in der außerordentlichen Stadtratssitzung im Marktgrafensaal des Schlosses Ratibor unter Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste beider Städte.

In ihren Ansprachen würdigten die Bürgermeister Richard Erdmann und Walter Fritz dieses Ereignis und freuten sich, dass nach 25 Jahren die "lose" Ehe endlich besiegelt wurde. Die ersten freundschaftlichen Kontakte gehen auf das Jahr 1979 zurück, als in einer Radiosendung "Alle Neune" die Rother und Regener Bürger gegeneinander antraten.

Nach der Unterzeichnungszeremonie wurden bei der Stadtbesichtigung und anschließenden Arbeitsgesprächen die Freundschaft vertieft. Bleibende Eindrücke hinterließen die Besichtigung der Gewerbe- und Industriegebiete, sowie des Hafens. Ihren Ausklang fand die Veranstaltung in familiärer Atmosphäre in der Abendstimmung des Rothsees.

75 Jahre Stadtrecht

Rot(h)buche lässt die Freundschaft wachsen
Eine Rotbuche als Geschenk - eine ungewöhnliche, aber symbolträchtige Idee: Wie der Baum wachse und gedeihe, so solle auch die Freundschaft zwischen Geburtstagskind und Gast wachsen. Mit dieser Hoffnung überreichte Bürgermeister Richard Erdmann der Rother Partnerstadt Regen zum 75. Geburtstag einen hölzernen Gutschein über eine "Rot(h)buche".

Begonnen hat die freundschaftliche Verbindung der Rother mit den Niederbayern mit einem Spiel. Bei dem Wettkampf "Alle Neune" im Bayerischen Rundfunk hatte man sich 1979 kennen gelernt und beschlossen, den Kontakt zu erhalten. Nach 25 Jahren "geschlampertem Verhältnis" wurde 2004 offiziell Partnerschaft geschlossen. Daher zählte neben den Delegationen aus den Partnerstädten Mirabeau aus Frankreich und dem hessischen Eschwege auch eine aus Roth zu den Gratulanten zum Regener Stadtjubiläum. Mit dabei waren neben Bürgermeister Richard Erdmann auch die Schlosshofspieler, die mit einem Schwank von Hans Sachs die Lacher auf ihrer Seite hatten. Sie passten gut in ein launiges Programm. Die Regener Theatergruppe "Schwarzer Leberkas" inszenierte mit viel Humor die langwierigen, verzweifelten Bemühungen der Regener, den Status einer Stadt zu erlangen. Nachdem ein eigentlich viel kleinerer und unbedeutenderer Nachbarort bereits knapp 20 Jahre zuvor zur Stadt erklärt worden war, habe man dem Schauspiel zufolge die Bezirksregierung regelrecht auf Knien um den Stadtstatus angefleht. Die Eschweger Delegation stimmte mit Regens 2. Bürgermeister Fritz Treml auf der Bühne ein Lied an und der Rother Bürgermeister Richard Erdmann trank mit seiner Regener Kollegin Ilse Oswald öffentlich Brüderschaft.

Staatssekretär Karl Freller bezeichnete Regen in seinem Grußwort als "reizende Stadt im Mittleren Bayerischen Wald" und charakterisierte dessen Bewohner mit den Worten: "Nicht der vordergründige Glanz steht an erster Stelle, es darf ein bisschen zurückhaltender sein." An Heimatverbundenheit mangelt es den Regenern jedenfalls nicht. Mehrmals wurde betont, dass nicht die Institutionen eine Stadt ausmachten, sondern die Bürger selbst. Auf die Erhebung zur Stadt ist man offensichtlich heute noch stolz. Bürgermeisterin Ilse Oswald bezeichnete den Vorgang als "eines der bedeutendsten Ereignisse der über 850-jährigen Geschichte Regens".

Natürlich durften bei diesem Geburtstagsfest auch die Geschenke nicht fehlen. Die französischen Freunde aus Mirabeau überreichten einen Stein in Form des Distrikts Vienne, in dem Mirabeau liegt. Darauf prangt eine Medaille, auf der ein Handschlag zu sehen ist. Dazu gab es Süßigkeiten. Der Eschweger Bürgermeister brachte ein metallenes Infoschild über seine Stadt mit, das in Regen angebracht werden soll. Bürgermeister Richard Erdmann wiederum übergab einen Gutschein über eine "Rot(h)buche", die demnächst im Beisein einer Rother Abordnung in Regen gepflanzt werden soll. Daneben sorgte die Rother Vertretung mit heimischen Wurstspezialitäten auch am Buffet für einen fränkischen Farbtupfer neben französischem Käse und hessischen Tafelspitz mit grüner Soße.

Kontakt

Stadt Regen
Stadtplatz 2, 94209 Regen
09921 6040
ordnungsamt(@)regen.de
www.regen.de