Aktuelles aus dem Rathaus
Azubis auf Studienfahrt – Eine Reise ins Altmühltal



Auch in diesem Jahr hieß es für die Auszubildenden der Stadt Roth: Koffer packen und gemeinsam auf Studienfahrt gehen. Vom 1. bis 3. September führte die Reise nach Eichstätt ins Altmühltal. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur interessante Einblicke in die Geschichte und Besonderheiten der Region, sondern vor allem das gegenseitige Kennenlernen und der Austausch zwischen den Auszubildenden der verschiedenen Ausbildungsjahrgänge und Ausbildungsberufen.
Begleitet wurde die Gruppe von Erstem Bürgermeister Andreas Buckreus, dem Geschäftsleitenden Beamten Stefan Krick sowie Ausbildungsleiter Leo Näpflein. Insgesamt machten sich 13 Auszubildende gemeinsam mit ihren drei Betreuern auf den Weg. Die jährliche Studienfahrt bietet den Nachwuchskräften die Gelegenheit, abseits des Ausbildungsalltags Zeit miteinander zu verbringen, neue Eindrücke zu sammeln und die Auszubildenden aus den unterschiedlichen Ausbildungsjahren besser kennenzulernen.
Tag 1: Eichstätt aus verschiedenen Perspektiven
Am Montagmorgen startete die Reise um 7:30 Uhr am Bahnhof in Roth. Mit dem Zug ging es direkt nach Eichstätt. Nach der Ankunft stand bereits der erste offizielle Programmpunkt auf dem Plan: Im Rathaus wurde die Gruppe von Oberbürgermeister Josef Grienberger empfangen.
Bei einem gemeinsamen Austausch erhielten die Auszubildenden interessante Einblicke in die Stadt Eichstätt, ihre Entwicklung und aktuelle Projekte. Dabei wurde deutlich, dass sich die Herausforderungen einer Stadtverwaltung in vielen Bereichen ähneln, gleichzeitig aber auch jede Kommune ihre eigenen Schwerpunkte und Besonderheiten hat.
Anschließend ging es hoch hinaus: Auf dem Rathausturm warteten 129 enge und steile Stufen auf die Gruppe. Der Aufstieg wurde anschließend mit einem weiten Blick über Eichstätt und das Altmühltal belohnt.
Nach dem Mittagessen im Braugasthof Trompete stand am Nachmittag ein weiteres Stück regionaler Kultur auf dem Programm. Bei einer Führung durch die Brauerei Hofmühl erfuhren die Auszubildenden mehr über die Geschichte der Brauerei und die Herstellung des Bieres. Dabei durfte natürlich auch der Blick hinter die Kulissen nicht fehlen.
Zum Abschluss des ersten Tages ging es gemeinsam auf das Eichstätter Volksfest. Bei Essen, Getränken und Gesprächen ließ die Gruppe den ersten Tag in geselliger Runde ausklingen.
Tag 2: Wandern, Geschichten und Sehenswürdigkeiten
Der zweite Tag begann sportlich. Bei einer Rundwanderung auf dem Rundwanderweg 7 ging es rund um Eichstätt. Auf dem Weg boten sich immer wieder Ausblicke auf die Stadt und die umliegende Landschaft des Altmühltals.
Nach der Wanderung stand zunächst etwas Erholung auf dem Programm, bevor es am späten Nachmittag mit einer besonderen Stadtführung weiterging. Unter dem Titel „Mythen und Geschichten von Eichstätt“ wurde die Stadt einmal aus einer anderen Perspektive betrachtet.
Die Führung führte unter anderem zur Kirche St. Walburg, zum Alten Friedhof, in den Eichstätter Dom und in die Schutzengelkirche. Besonders Letztere beeindruckte mit ihren zahlreichen Darstellungen von Engeln – insgesamt sind dort 567 Engel zu entdecken.
Neben historischen Fakten standen bei der Führung auch Geschichten und weniger bekannte Besonderheiten der Stadt im Mittelpunkt. So konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Eichstätt nicht nur als Verwaltungsstandort und touristisches Ziel, sondern auch aus kultureller und historischer Sicht kennenlernen.
Nach den Eindrücken des Tages ließ die Gruppe den Abend gemeinsam im Gasthof Krone ausklingen.
Tag 3: Auf den Spuren des Jura-Meeres
Am letzten Tag der Studienfahrt ging es auf die Willibaldsburg. Dort wartete mit der Geschichte des Jura-Meeres ein Thema, das die Region rund um Eichstätt bis heute prägt.
Vor rund 150 Millionen Jahren lag die Gegend nicht im heutigen Altmühltal, sondern war Teil eines tropischen Flachmeeres. Die Landschaft bestand aus warmen Inseln und Riffbereichen und bot Lebensraum für zahlreiche Meerestiere. Fische, Ammoniten und Korallen bevölkerten die damalige Unterwasserwelt. Auch der Archaeopteryx, einer der bekanntesten Fossilienfunde der Region, stammt aus dieser Zeit.
Besonders interessant waren die Hintergründe zu den berühmten Plattenkalken der Region. Sie entstanden aus den Ablagerungen des damaligen Meeresbodens und sind heute weltweit für ihre gut erhaltenen Fossilien bekannt. In den Steinbrüchen rund um Eichstätt können Interessierte teilweise sogar selbst auf Fossiliensuche gehen.
Damit bildete der Besuch auf der Willibaldsburg einen passenden Abschluss der Studienfahrt: Nach Rathaus, Stadtgeschichte und regionaler Kultur rückte noch einmal die besondere geologische Vergangenheit Eichstätts in den Mittelpunkt.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen hieß es schließlich Abschied nehmen. Mit dem Zug machte sich die Gruppe wieder auf den Weg zurück nach Roth.
Fazit
Drei Tage in Eichstätt boten den Auszubildenden der Stadt Roth eine abwechslungsreiche Mischung aus fachlichen Einblicken, Geschichte, Natur und gemeinsamen Aktivitäten. Neben dem offiziellen Programm blieb dabei auch genügend Zeit für Gespräche und das gegenseitige Kennenlernen.
Ausbildungsleiter Leo Näpflein zog ein durchweg positives Fazit: „Die Studienfahrt war rundum gelungen. Mit Eichstätt ging es in diesem Jahr in ein regionales Reiseziel, das uns viele unterschiedliche Einblicke ermöglicht hat. Besonders wichtig ist dabei, dass die neuen Auszubildenden schnell integriert werden und durch die gemeinsamen Erlebnisse ein starkes Teamgefühl entsteht.“
Erstelldatumveröffentlicht am 09.09.2026