Stadt Roth (Druckversion)
Autor: Viola De Geare

Obst ernten mit gelbem Band

Schon im vergangenen Jahr wurden an einige Obstbäume auf städtischen Flächen gelbe Bänder geknüpft, um zu signalisieren, dass dieser Baum - ohne Rücksprache - abgeerntet werden darf. Auch in diesem Jahr bindet die Stadtgärtnerei wieder die Bänder an verschiedene Obstbäume im Stadtgebiet.

Die Aktion kommt ursprünglich aus dem baden-württembergischen Landkreis Esslingen und soll das Obst davor bewahren, sinnlos zu verrotten, indem Erntewilligen signalisiert wird: Hier darf das Obst gesammelt, geerntet und verarbeitet werden - und zwar ohne Rücksprache! Die Stadt Roth selbst verfügt über zahlreiche Obstbäume auf öffentlichem Grün und beteiligt sich daher erneut an dieser Aktion. Ab sofort werden wieder alle Bäume mit einem gelben Band markiert, an denen ohne Rücksprache geerntet werden darf. Stadtgärtnerei-Leiter Horst Hirschl begrüßt die Aktion, die im vergangenen Jahr von Stadträtin Andrea Schindler (B90/Grüne) angestoßen worden war, ausdrücklich.

Er verweist auch darauf, dass „nur Mengen für den Hausgebrauch“ geerntet werden dürfen. „Es sollen ja möglichst alle etwas davon haben“. Die städtischen Obstbäume befinden sich unter anderem im Stadtgarten, im Schlossgraben von Schloss Ratibor, am Schleifweg, an der Georg-Thoma-Allee, in Belmbrach nahe des Feuerwehrhauses, an Streuobstwiesen in Eichelburg, in Pruppach und an einigen anderen Standorten. Auch Bürger*innen, die eine Streuobstwiese bewirtschaften, aber während der Obstsaison nicht mit der Ernte der Früchte hinterherkommen, können sich dem Projekt anschließen und den Ertrag ihrer Bäume mit dem gelben Band als Allgemeingut markieren und so vor dem Verfaulen bewahren.

Artikel vom 10.09.2021
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