Stadt Roth (Druckversion)
Autor: Viola De Geare

Hundekot: Bitte wegräumen!

In den vergangenen Wochen haben sich bei der Stadt Roth die Beschwerden über Verunreinigungen durch Hundekot auf Gehwegen und Kinderspielplätzen gemehrt. Die Stadtverwaltung appelliert deshalb an die Bürger*innen, die Hinterlassenschaften ihrer Tiere ordnungsgemäß zu entsorgen.

Durch die Bereitstellung von 48 Hundekotentsorgungssystemen und weiteren 18 Tütenspendern werden den Hundehaltern im gesamten Gebiet der Stadt Roth und an beliebten Spazierwegen viele Angebote zur Entsorgung der Hinterlassenschaften ihrer Tiere gemacht, dennoch mehrten sich in den vergangenen Wochen und Monaten die Beschwerden bei der Stadtverwaltung.

Vielerorts wird der Hundekot liegen gelassen, teils auch mitten auf dem Gehweg oder – besonders eklig und sogar gesundheitsgefährdend – auch auf oder in der Nähe von Kinderspielplätzen.

Beutel gehören in den Eimer!

Immer wieder ist auch zu beobachten, dass gefüllte Hundekotbeutel nicht in die dafür bereitgestellten Abfallbehälter, sondern etwa in die Einläufe der Straßenentwässerung gesteckt werden. In der Folge kann es zum Beispiel nach Starkregenereignissen zu einem deutlichen Rückstau und zu Überschwemmungen der entsprechenden Straßen kommen. Leidtragende sind zunächst die Anwohner, aber auch die Mitarbeiter des Stadtbauhofs, die die Verstopfung letztendlich entfernen müssen.

Fehlgeburt bei Rindern

Auch beklagen Rother Landwirte, dass ihre Futterwiesen durch Hundekot verschmutzt werden. Da Hundekot mit dem Parasit Neospora caninum verunreinigt sein kann, können im schlimmsten Fall Rinder, die den Hundekot über das Futter aufnehmen, schwer erkranken. Dies kann zu Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten führen. Im schlimmsten Fall muss das Tier geschlachtet werden. Für den Landwirt bedeutet dies einen nicht unerheblichen finanziellen Verlust.

Kot kann kosten

Hundekot nicht weg zu räumen ist also kein Kavaliersdelikt, zumal dieses „Vergehen“ mit einem Bußgeld bis zu 1.000,00 Euro geahndet werden kann. Diese "schwarzen Schafe" ausfindig zu machen und zur Rechenschaft zu ziehen, ist allerdings schwierig, auch zum Leidwesen der Hundebesitzer*innen, die die Hinterlassenschaften ihrer Tiere ordentlich entsorgen. Denn diese stehen in der Öffentlichkeit zu Unrecht mit unter diesem Generalverdacht.

Die Stadt Roth appelliert daher nochmals an alle Hundebesitzer*innen, Rücksicht auf Mitbürger*innen und Umwelt zu nehmen und die Hinterlassenschaften von Hundekot in den dafür vorgesehenen Beuteln und Mülleimern ordnungsgemäß zu entsorgen.

Artikel vom 24.09.2021
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