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Geschichte
Stadtwappen Roth

Stadtwappen Regen
Die erste gesicherte urkundliche Erwähnung von Regen und seiner Kirche findet sich in einem päpstlichen Schutzbrief vom 30. März 1148. Papst Eugen III. bestätigt darin, dass die Kirche von Regen zum Besitz des Stiftes Niederalteich gehört.
Der Ort Regen dürfte aber vielleicht doch noch in der ersten großen Rodungsperiode des Klosters Rinchnach entstanden sein.
Der Ortsname Regen hat sich vom Fluss auf die Ansiedlung übertragen.
1207
Am 2. November werden erstmals die Regenbrücke und Regen als Dorf erwähnt

1254
wird in dem Güterverzeichnis des Abtes Hermann von Niederalteich Regen als Klostermarkt ausgewiesen, der zur Grundherrschaft der Propstei Rinchnach gehört.

Die eigentliche Gründung Regens vollzieht sich am 1. April 1270. An diesem Datum wurde ein Tauschvertrag zwischen Herzog Heinrich XIII. und Abt Hermann von Niederalteich, dem Grundherrn im Klostermarkte Regen, geschlossen. Demnach erhielt der Herzog vom Niederalteicher Abt einen Hof und mehrere kleinere Anwesen in Regen, vier Lehensgüter in Chundorf und dreieinhalb Lehensgüter in Greimprechtstorf. Der Abt wurde vom Herzog dafür mit je einem Hof in Sallitz und Metten, dem Schützenhof und einem Hof auf der linken Seite des Regenflusses entschädigt. Der grundherrschaftliche Erwerb des Herzogs und die auch in der obigen Tauschurkunde bestätigte Aufteilung von Grund und Boden der eingetauschten Weiler und Hofstätten an die Bewohner beweisen eindeutig, dass der Herzog ein Gemeinwesen zu schaffen beabsichtigte, in welchem er seinen Grund-, Gerichts- und Vogtuntertanen durch einen gleich verteilten Besitzstand den lebensnotwendigen Bedarf an Nahrungsmitteln sichern wollte; zugleich erwartete der Herzog wohl aber auch von seinen Grunduntertanen, dass sie Handwerk und Handel betreiben sollten, um die bäuerliche Bevölkerung der Umgebung zu versorgen, genauso wie es sich für den Markt gehörte.
Das Ergebnis der vom wittelsbachischen Landsherrn betriebenen strukturellen Änderung des nun herzoglichen Marktes Regen ist im Urbar des Viztumamtes Straubing von 1301/1307 festgehalten. Der Markt Regen ist nun Sitz eines herzoglichen Schergenamtes. Aus dem zusammengelegten Grund und Boden der niedergerissenen Dörfer wurden 24 Lehen errichtet. Da in dem oben angegebenen Herzogurbar die Orte Chundorf und Greimprechtstorf nicht mehr erscheinen, ist daraus zu schließen, dass der Auf- und Ausbau des Marktes Regen und seiner Ortsflur bis 1307 abgeschlossen gewesen sein müssen. Die Behausungen der ehemals rinchnachischen Grunduntertanen von Chundorf und Greimprechtstorf dürften zu diesem Zeitpunkt niedergerissen, ihre Ortsfluren zusammengelegt und auf die neuen 24 nunmehr Regener Lehen verteilt worden sein.
Die Wappen- und Siegelverleihung für Regen erfolgte am 10. Juli 1448 durch Herzog Albrecht III. Das Wappen besteht aus einem Schild, auf dem sich in einem blauen Feld eine Lilie befindet und über derselben sich ein Regenbogen spannt.

1811 ist Regen Municipalgemeinde. Am 1. Januar 1932 wurde der Markt Regen zur Stadt erhoben.
In Regen finden seit dem Mittelalter bedeutende Waren- und Viehmärkte statt. Auf den Regener Ochsenmärkten wurden auch Ochsen aus Böhmen, Ungarn und dem Hochstift Passau vermarktet. Seit 1898 werden in Regen von der Firma Rodenstock Brillengläser hergestellt. Heute gibt es in der Gemeinde Regen ca. sechshundert gewerbliche Unternehmungen. Seit 1972 ist Regen Sitz des Landratsamtes des Großlandkreises Regen.

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