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Rot(h)buche lässt die Freundschaft wachsen
Bürgermeister Richard Erdmann übergibt seiner Amtskollegin Bürgermeisterin Ilse Oswald zum Jubiläum einen Baum-Gutschein

Bürgermeister Richard Erdmann übergibt seiner Amtskollegin Bürgermeisterin Ilse Oswald zum Jubiläum einen Baum-Gutschein
Eine Rotbuche als Geschenk - eine ungewöhnliche, aber symbolträchtige Idee: Wie der Baum wachse und gedeihe, so solle auch die Freundschaft zwischen Geburtstagskind und Gast wachsen. Mit dieser Hoffnung überreichte Bürgermeister Richard Erdmann der Rother Partnerstadt Regen zum 75. Geburtstag einen hölzernen Gutschein über eine "Rot(h)buche".
Begonnen hat die freundschaftliche Verbindung der Rother mit den Niederbayern mit einem Spiel. Bei dem Wettkampf "Alle Neune" im Bayerischen Rundfunk hatte man sich 1979 kennen gelernt und beschlossen, den Kontakt zu erhalten. Nach 25 Jahren "geschlampertem Verhältnis" wurde 2004 offiziell Partnerschaft geschlossen. Daher zählte neben den Delegationen aus den Partnerstädten Mirabeau aus Frankreich und dem hessischen Eschwege auch eine aus Roth zu den Gratulanten zum Regener Stadtjubiläum. Mit dabei waren neben Bürgermeister Richard Erdmann auch die Schlosshofspieler, die mit einem Schwank von Hans Sachs die Lacher auf ihrer Seite hatten.
Sie passten gut in ein launiges Programm. Die Regener Theatergruppe "Schwarzer Leberkas" inszenierte mit viel Humor die langwierigen, verzweifelten Bemühungen der Regener, den Status einer Stadt zu erlangen. Nachdem ein eigentlich viel kleinerer und unbedeutenderer Nachbarort bereits knapp 20 Jahre zuvor zur Stadt erklärt worden war, habe man dem Schauspiel zufolge die Bezirksregierung regelrecht auf Knien um den Stadtstatus angefleht. Die Eschweger Delegation stimmte mit Regens 2. Bürgermeister Fritz Treml auf der Bühne ein Lied an und der Rother Bürgermeister Richard Erdmann trank mit seiner Regener Kollegin Ilse Oswald öffentlich Brüderschaft.
Staatssekretär Karl Freller bezeichnete Regen in seinem Grußwort als "reizende Stadt im Mittleren Bayerischen Wald" und charakterisierte dessen Bewohner mit den Worten: "Nicht der vordergründige Glanz steht an erster Stelle, es darf ein bisschen zurückhaltender sein."
An Heimatverbundenheit mangelt es den Regenern jedenfalls nicht. Mehrmals wurde betont, dass nicht die Institutionen eine Stadt ausmachten, sondern die Bürger selbst. Auf die Erhebung zur Stadt ist man offensichtlich heute noch stolz. Bürgermeisterin Ilse Oswald bezeichnete den Vorgang als "eines der bedeutendsten Ereignisse der über 850-jährigen Geschichte Regens".
Natürlich durften bei diesem Geburtstagsfest auch die Geschenke nicht fehlen. Die französischen Freunde aus Mirabeau überreichten einen Stein in Form des Distrikts Vienne, in dem Mirabeau liegt. Darauf prangt eine Medaille, auf der ein Handschlag zu sehen ist. Dazu gab es Süßigkeiten. Der Eschweger Bürgermeister brachte ein metallenes Infoschild über seine Stadt mit, das in Regen angebracht werden soll.
Bürgermeister Richard Erdmann wiederum übergab einen Gutschein über eine "Rot(h)buche", die demnächst im Beisein einer Rother Abordnung in Regen gepflanzt werden soll. Daneben sorgte die Rother Vertretung mit heimischen Wurstspezialitäten auch am Buffet für einen fränkischen Farbtupfer neben französischem Käse und hessischen Tafelspitz mit grüner Soße.

Quelle: RHV vom 19.09.2007
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