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Unterheckenhofen
Ortsteil Unterheckenhofen

Ortsteil Unterheckenhofen hier das Feuerwehrhaus...

Ortsteil Unterheckenhofen - Bahnlinie

... hier die Bahnlinie R6
Einwohnerzahl
269 (Stand 01.07.2010)

Ortsteil seit
01.05.1978

Lage
336/370 m über NN; 49° 13' nördliche Breite, 11° 3' östliche Länge

Verkehrsanbindung
Stadt-Bus (Linie 686), Bahnlinie R6
Geschichte
Unter- und Oberheckenhofen lagen auf der Westseite der Rednitz, also im Herzogtum Franken, später im Abenberger Gebiet und darauf (seit etwa 1230) im Burggrafentum Nürnberg bzw. in der Markgrafschaft Ansbach.

Urkundlich finden wir Heckenhofen das erstemal 1289 als "Hegenhoven". 1370 schrieb man "Heckenhouen". Bei der Ortsnamensableitung dürften wir sicherlich einen Hof annehmen, der von einer Hainbuchenhecke umsäumt war ("Hecke" hieß mhd. hecke, hegge, ahd. hegga), also: gehegter Hof. Doch können wir auch an einen Hof zur Hegung des Waldes denken. Der Bauer, der diesen Heckenhof oder Hegenhof bewohnte, wird gewiß den Hausnamen "Heck" erhalten haben; und dieser kommt in der ganzen Nachbarschaft zahlreich in alten Urkunden vor: um 1350 Fritz Hek und H. (Hans) Heke in Obersteinbach, Berthold Heke in Belmbrach, 1411 "der alt Heck" in Bayrisch-Hofstetten (auch das "Hökenwöhr" dort), dann 1459, 1470 (in Untersteinbach), 1496 (in Roth) usw. Eine Ortsnamensdeutung aus dem Personennamen Hago und dem mhd. hagen, d. i. Zuchtstier, dürfte unwahrscheinlich sein, da sonst der Ort "Hagenhofen" heißen müsste.

"Niederheckenhofen" war schon immer reich an guten und starken Quellen (wir sehen am Milchhaus eine Quelle) und lag an der Venetianerstraße. Obwohl es jahrhundertelang nicht über 5 Anwesen hinauskam, war eines davon doch ein Wirtshaus, eines ein Hirtenhaus. Anfänglicher Grundherr war wieder das Domkapitel zu Eichstätt, später die Nürnberger Coler und Ölhafen und hierauf die Welser, das Klarakloster, das Heilig-Geist-Spital von Nürnberg und Kloster Seligenporten.

Alte Bauernnamen: 1413 Ullein Kerner, 1428 Gotz Zornlein, 1429 Paumgartner, Ull Merklein, dann Praun, Ull Putz, Jeger, Seger und Peß. ("Ull" von Ulrich, "Ullein" ist der kleine Ull.) Auch hier wütete die Pest öfter; so starben an ihr 1559-62 im ganzen 9 Personen (3 in zwei Wochen aus der Familie Putz). Im 30-jährigen Krieg wurde der Ort natürlich niedergebrannt und lag lange Zeit unbewohnt. Erst 11 Jahre nach Kriegsende "fing man an, daselbst wieder zu wohnen".

Nach der Erbauung der Staatsstraße Roth-Pleinfeld (Bundesstraße) schien Unterheckenhofen in einen Dornröschenschlaf zu versinken. Es wohnten damals 7 Familien im Ort. Als aber 1900 eine Haltestelle an der Bahnlinie Roth-Georgensgmünd in Unterheckenhofen errichtet wurde (den Haltestellenleiter nannte man kurz "Haltesteller"), vergrößerte sich der Ort rasch, der heute fast 20 Haushalten zählt.

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