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Rothaurach
Ortsteil Rothaurach

Die Ortsdurchfahrt Rothaurach...

Ortsteil Rothaurach - Gasthaus Böhm

... hier das Gasthaus Böhm.
Einwohnerzahl
1.850 (Stand 02.01.2012)

Ortsteil seit
01.01.1972

Lage
350 m über NN; 49° 15' nördliche Breite, 11° 4' östliche Länge

Verkehrsanbindung
Stadt-Bus (Linie 682)

Sonstiges
Kindergarten

Internet
www.rothaurach.info
Geschichte
An der Aurach lagen einst nicht weniger als vier Orte mit dem Namen "Aurach". Noch im Lehensverzeichnis der Ramung von Kammerstein vom Jahre 1313 kennt man nur diese leicht zu Verwechslungen führende Ortsbezeichnung (z.B. auch für Barthelmesaurach). Dann erst ging man dazu über, drei Orte nach ihrem Kirchenpatron zu benennen (Petersaurach, Veitsaurach, Barthelmesaurach) und das vierte Dorf Aurach durch seine Lage näher zu beschreiben (Rothaurach). Im markgräflichen Urbar von 1434 tritt erstmals "Rotawrach" auf.

Vor 1364 gehörte Rothaurach zum "Oberen Nassauischen Land", das von Kammerstein aus von dem Grafen Emicho und darauf von seinem Sohn Johann von Nassau-Hadamar regiert wurde. Dann (1364) wurde Rothaurach burggräflich, später (1417) markgräflich. Die meisten Bauerhöfe mussten Zins und Gült dem Burggrafen bzw. den Markgrafen entrichten, also nach Kammerstein oder später nach Schwabach ins Kastenamt bringen. Im Jahre 1434 waren dies sechs Bauernhöfe und fünf kleinere Güter. Andere Höfe stammten aus den Reichslehen der Herren von Kühedorf, die sie aber später an Nürnberger Patrizier verkauften. Trotzdem aber blieb der Burggraf (Markgraf) der Dorfherr. Ein Teil von Rothaurach kam später an das marktgräfliche Oberamt Roth, so dass nun mitten durch den Ort die Fraischgerichtsgrenze ging, die die Aurach bildete.

Eine sehr angesehene Bauernfamilie war die Familie Schauer. Fritz Schauer (1518) galt z.B. als großer Bauer und amtierte als Gotteshauspfleger in Büchenbach. Der letzte katholische Pfarrer von Roth, Erhard Schauer, entstammt auch diesem Bauerngeschlecht. Nach ihm (1529) waren die Pfarrer von Roth evangelisch. Erhard Schauer starb 1547 als katholischer Dekan in Heideck.

Im Jahre 1732 waren zehn Anwesen markgräflich (vier Kastenamt Schwabach, drei Kastenamt Roth, drei Gotteshaus Roth) und sechs Höfe nürnbergisch (Spital Nürnberg, Tucher, Imhof, Fürer, Klarakloster, Reiches Almosen). Die Mühle gehörte dem Patrizier Tucher.

Im Jahre 1818 wohnten in Rothaurach 198 Personen. Schon 1895 strebten Kauernhofer Einwohner die Eingemeindung nach Roth an, am 11.7.1900 stimmten die Rothauracher zu und seit dem 1.1.1903 ist Kauernhofen ein Ortsteil von Roth.

Die Gemeinde Rothaurach zählt heute 22 landwirtschaftliche Anwesen. Hauptsächlich werden Kartoffeln und Roggen angebaut, aber auch Hopfen und Tabak sind vertreten.

Der Weinberg, auf dem heute das Kreiskrankenhaus liegt, gehörte bis zum Jahre 1925 nach Rothaurach.

Ein Betonwerk und eine Mühle mit Sägewerk und Elektrizitätserzeugung (bis 1963 auch für die Gemeinde) waren die einzigen größeren Gewerbebetriebe. Heute gehört ein Bauunternehmen zu den größten ortsansässigen Arbeitgebern. Die Gemeinde steuerte zum Neubau des Schulhauses in Büchenbach bei, verbesserte ihr Ortsstraßennetz und baute im Rahmen des Grünen Planes den Büchenbacher Weg aus.

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