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Bernlohe
Ortsteil Bernlohe

Die Hauptstraße durch Bernlohe
Einwohnerzahl
680 (Stand 01.07.2010)

Ortsteil seit
01.01.1972

Lage
364 m über NN; 49° 14' nördliche Breite, 11° 6' östliche Länge

Verkehrsanbindung
Stadt-Bus (Linie 686), Linienbedarfstaxi (LBT)
Geschichte
Bernlohe wird urkundlich 1215 das erstemal genannt (Urbar des Marschalls von Pappenheim). Doch war diese Gegend schon in der Bronzezeit (um 2000 vor Chr.) besiedelt. Nordöstlich vom Dorf wurden 1950 aus einem heute eingeebneten Hügelgrab zwei Bronzeringe geborgen. Der Ortsname lautete zuerst "Bernloch" (1215), dann "Bernla" (1410) und schließlich "Pernloe". Eine Lohe ist ein lichter, ausgeholzter Wald. So käme vielleicht als Deutung des Ortsnamens die Siedlung bei der Eberlohe in Frage.

Nach den Pappenheimern traten im Dorf als Grundherren die Behaim, Redwitzer, Mendel und Pömer von Nürnberg auf, die ihre Höfe wohl von diesen gekauft hatten. Andere Anwesen gehörten dem Markgrafen von Ansbach und eines dem St. Klarakloster zu Nürnberg. Die Landeshoheit sicherte sich der Burggraf von Nürnberg als Rechtsnachfolger der Abenberger Grafen, die das Rother Land als Bamberger Bistumsvögte von Bamberg als erbliches Lehen erhalten hatten. Im Jahre 1417 wurde das burggräfliche Land markgräflich. Nach Bernlohe setzte der neue Landesherr frühzeitig als Amtsperson einen "Forstknecht", einen Gehilfen des Wildmeisters von Petersgmünd.

Über die Entwicklung Bernlohes sind viele Anhaltspunkte vorhanden. Im Jahre 1470 bestanden neun Haushaltungen, 1531 zehn, 1608 elf (davon sechs Bauernhöfe, drei Güter, eine Mühle und ein Hirtenhaus), 1682 21, 1770 20. Im Jahre 1820 zählte Bernlohe 107 und 1841 122 Einwohner. Die Pestjahre von 1559-65 rafften 23 Einwohner hinweg. Die drei Familien Braun, Beckstein und Bauer, sitzen seit 1688, 1677 und 1680 auf ihren Höfen.

Das wichtigste Anwesen im Ort war schon immer die Mühle. Sie erscheint urkundlich erstmalig im Jahre 1368, dann 1395 im Besitz des St. Klaraklosters zu Nürnberg. Im Jahre 1531 lag die "Bärenmühle" öde, 1587 brannte sie bis auf die Grundmauern nieder und wurde drei Jahre nicht aufgebaut. Der Plan, ein Hammerwerk einzurichten, stieß auf den Widerstand des Hammerwerksbesitzers von Georgensgmünd. So durfte nur wieder eine Mahlmühle und 1593 eine Sägmühle erbaut werden. Doch schon 1613 war die Mühle erneut baufällig. Tillys Truppen legten sie dann 1632 in Schutt und Asche, ein Neubau unterblieb 1643 wegen der unruhigen Zeiten und erst 1666 erstand sie neu aus den Trümmern. Wie auch die anderen Mühlen im Amt Roth (Hofstetten, obere und niedere Mühle zu Roth) hatte die Mühle zu Bernlohe das Recht, dass ihnen die Herrschaft aus ihren Wäldern das Werkholz zuteilen mußten.

Die entscheidende Änderung geschah 1891 mit dem Einbau eines Metallwerkes. Am 1. April 1919 erwarb die Bronzefabrik Barnsdorf diesen Betrieb, der ihr am 1. Juli 1928 ganz eingegliedert wurde.

Die Gründung einer sog. "Winkelschule" in Bernlohe im Jahre 1701 erregte die Gemüter des Ortes Jahrzehnte lang. Eigentlich hätten die Bernloher Kinder nach Roth in die Schule gehen sollen; aber der 6 km lange Weg war den Eltern doch zu weit und zu gefährlich. Daher stellten sie eigenmächtig einen eigenen Schulmeister an. Wenn auch noch so viele Beschwerden (Verdienstausfall des Rother Lehrers) den Bernlohern das Leben sauer machten, so behaupteten sie ihre Schule doch (heute sogar zweitklassig) bis heute.

Nach dem zweiten Weltkrieg schuf die Gemeinde einen Erweiterungsbau ihres Schulhauses, baute ihre Gemeindeverbindungswege und Ortsstraßen aus und baut nun die Verbindungsstraßen von Georgensgmünd zur Bundesstraße 2 sowie einen Tiefbrunnen.

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