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Belmbrach
Ortsteil Belmbrach

Der Weiherweg in Belmbrach
Einwohnerzahl
309 (Stand 04.01.2010)

Ortsteil seit
01.07.1971

Lage
364 m über NN; 49° 14' nördliche Breite, 11° 6' östliche Länge

Verkehrsanbindung
Stadt-Bus (Linie 684, nur an Schultagen)
Geschichte
Zur Gemeinde Belmbrach gehören die Ortschaften Belmbrach, Barnsdorf, Kiliansdorf, Unter- und Obersteinbach a. d. H. "Auf der Heide" lagen einst die Orte Unter- und Obersteinbach. Damit war der Wald um Wallesau gemeint, an dessen südlichem Eck die Burg Heideck (Altenheideck) stand. Anfänglich Königsland (Bay. Nordgau), kam die ganze Gegend nach Gründung des Bistums Bamberg im 11. Jahrhundert an das Domkapitel von Bamberg und wurde von den Bamberger Hochstiftsvögten, den Grafen von Abenberg (bis 1200), später von den Burggrafen betreut. Daher finden wir im ausgehenden Mittelalter das Rother Land mit der Gemeinde Büchenbach im Besitz der Burggrafen von Nürnberg und darauf der Marktgrafen von Ansbach.

Der Ortsname Belmbrach wird von Bacherler-Eichstätt al seine Siedlung zum Neubrauch am Hügel gedeutet. Haag sieht in ihm eine Siedlung in einer feuchten Mulde, die von Binsengräsern (mhd. "pelle") bewachsen war. Nach den Urkunden des Bamberger Domkapitels wurde der Wald um Belmbrach ca. 1190 gerodet. Wahrscheinlich ist der Ortsteil "Höfen" der Anfang der Siedlung gewesen und somit älter als der eigentliche Ortsteil Belmbrach.

Durch Belmbrach lief schon seit ältester Zeit die Eisenstraße oder der "Reisweg" von Roth nach Laibstadt (südl. der Stadt Heideck). Bereits in vorchristl. Zeit dürfte dieser Weg bestanden haben, wie Funde einer Bronzeschmiede (Gussbrocken, Sicheln, Schwertspitze) am 4.1.1912 im Forstacker von Belmbrach beweisen.

Die Anwesen von Belmbrach gehörten ehedem dem Markgrafen, dem Domkapitel zu Eichstätt, den Herren von Wolfstein, der Kirche zu Roth und der Familie Löffelholz in Nürnberg. Große Ereignisse sind von Belmbrach nicht zu berichten, höchstens, dass im Jahre 1562 gleich 37 Personen in dem kleinen Dörfchen an der Pest starben.

In den kriegerischen Zeiten von 1806-1814 quartierten sich Soldaten aus aller Herren Länder in Belmbrach ein und brachten der Bevölkerung viele Belastungen.

Im Jahre 1806 standen 28 Häuser, die von 141 Menschen bewohnt waren. 1818 waren es 134, 1826 156 und 1927 164 Einwohner.

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