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Chronik
Bischof Gundekar II.
Bischof Gundekar II.
1060
Roth wird erstmals urkundlich erwähnt, als Bischof Gundekar II. von Eichstätt die Kirche von "Rote" weiht

Ende 11. Jh.
Die Bamberger Bischöfe verleihen die Vogtei (weltliche Herrschaft) an die Grafen von Abenberg
Um das 12. Jh.
wurde der Markt Roth gegründet

1189
Der letzte Abenberger verpfändet die Vogtei. Mit dem Erlöschen seines Geschlechts geht Roth an die Burggrafen von Nürnberg über, die späteren Markgrafen von Ansbach

1340
Stadtkirche "zu unserer Lieben Frau" wird erstmals urkundlich erwähnt

1363
wird Roth erstmals als Stadt genannt.
Damit verbundene Privilegien folgen, so die Genehmigung eines Wochenmarkts und sechs weiterer jährlicher Markttage, die noch heute abgehalten werden

15. Jh.
In den verschiedenen Kriegen dieser Zeit wird Roth mehrmals belagert und 1450 in Schutt und Asche gelegt

Um 1410
werden Drahtzieher, Nadler, Messerer und Messingschlager erwähnt

1449
wird Schulgasse 1 (altes Kantorat) Deutsches Schulhaus, vorher gab es eine Schule im Frühmesserhaus

von 1471
stammt die älteste erhaltene Handwerkerordnung, die der Klingenschmiede

1497
wird Roth Sitz eines markgräflichen Oberamtes und damit zu einem Verwaltungszentrum der Markgrafschaft

16. Jh.
Es entstehen die noch heute das Stadtbild prägenden Bauten: Stadtpfarrkirche, Schloss Ratibor
(von der Stadtbefestigung aus dem 14. Jahrhundert sind nur Teile erhalten, die Tore wurden im 19. Jahrhundert abgebrochen)

1528
Einführung der Reformation
Stadtwappen am Rathaus 1533
Stadtwappen am
Rathaus 1533
1533
wird unterhalb der Stadtpfarrkirche ein neues Rathaus errichtet.
In derselben Zeit entwickelt sich die Stadt in Nord- und Südrichtung, die Obere und die Untere Vorstadt entstehen vor den beiden Stadttoren
1537
seit dieser Zeit besteht auch eine Wasserleitung aus den Belmbracher Feldern, welche einen Brunnen in der Oberen Vorstadt speist
Jagdschloss Ratibor
Jagdschloss Ratibor
1535-38
wird das Jagdschloß Ratibor errichtet

1574
kommt Georg Fournier als Asylsuchender nach Roth. Er entstammt einer leonischen Drahtzieherfamilie und bringt das Drahtziehergewerbe nach Roth
1603
wird erstmals eine leonische Werkstatt in Roth erwähnt

1618-1648
Im Dreißigjährigen Krieg wird Roth stark in Mitleidenschaft gezogen
Marktbrunnen
Marktbrunnen

Rathaus im 18. Jahrhundert
Rathaus
Im 18. Jh.
setzt aber wieder eine rege Bautätigkeit ein und auch die Wirtschaft beginnt zu prosperieren. 1757 errichtet man den Markgrafenbrunnen, ein Jahr später ein neues Rathaus (1758-1759). 1760 wird an der Straße nach Hilpoltstein ein neues Stadttor errichtet, vor dem die "Neue Vorstadt" nach Plänen des Ansbacher Hofbaumeisters Retty entsteht. 1768 entsteht das Seckendorff-Schlösschen

1730
Von herausragender Bedeutung für die spätere Entwicklung ist die Gründung einer leonischen Drahtmanufaktur, die die Keimzelle für die weitere wirtschaftliche Entwicklung Roths darstellt
1756-63
Der Siebenjährige Krieg bringt viel Not und Unbequemlichkeiten, doch die rege Bautätigkeit dieses Jahrhunderts zeigt, dass die Stadt schnell wieder aufblüht

1791
tritt der letzte Markgraf, Carl Alexander, sein Fürstentum an das Königreich Preußen ab. Roth kommt über ein Jahrzehnt unter preußische Verwaltung

1806
fällt Roth mit der ehemaligen Markgrafschaft an das Königreich Bayern.
Roth verliert seine bisherige Bedeutung als Verwaltungssitz. Die industrielle Entwicklung setzt sich jedoch relativ ungehindert fort

Ab 1815
beginnt eine Periode friedlicher Entwicklung und wirtschaftlichen Aufschwungs

1834
wird die Stadtsparkasse Roth gegründet

1836
entsteht das erste Krankenhaus im leerstehenden Seckendorff-Schlösschen

1849
erhält Roth Anschluss an die Bahnlinie Nürnberg - München. Dies begünstigt die wirtschaftliche Entwicklung

1852
beschließt der Stadtmagistrat die Einrichtung einer Anstalt für Kinder (Kindergarten) im Seckendorff-Schlösschen

1870
wird die Freiwillige Feuerwehr gegründet

Um 1860-80
Mit der Schleifung der Stadttore und der Stadtmauer werden auch die mittelalterlichen Siedlungsgrenzen aufgegeben

1890
erhält Roth ein Allgemeines Krankenhaus
Roth "industriereichste Kleinstadt"
Roth "industriereichste Kleinstadt"
Anfang 1900
Die Leonische Industrie bleibt der größte Wirtschaftszweig. In ihrem Umfeld entwickelt sich Roth zur "industriereichsten Kleinstadt in Bayern"
1903
wurde Kauernhofen eingemeindet

1907
wird eine neue Brauerei erbaut, die heutige Stadtbrauerei

1912
erhält Roth das Prinz-Ludwig-Genesungsheim

1917
entsteht die Leonische Drahtwerke AG

1926
wird das Bavaria-Kino eröffnet

1937
wird das neue Krankenhaus am Weinberg eröffnet, die heutige Kreisklinik Roth

1939-45
Der Zweite Weltkrieg verschont Roth weitgehend

1945
Geschäftseröffnung der Firma Wöhrl in Roth

Ab 1948
setzt eine stürmische Entwicklung ein. Die Bevölkerungszahl steigt (erstmals über 10.000 Einwohner), neue Wohnviertel entstehen am Weinberg und an allen Ausfallstraßen, öffentlichen Einrichtungen werden modernisiert und ergänzt

1955/56
Bau der Zentralkläranlage im Rednitzgrund

1960
900 Jahre Stadt Roth

1972
Im Zuge der Gebietsreform wird Roth Kreisstadt und erhält wieder seine alte Bedeutung als Verwaltungssitz

1975
Entstehung des Fränkischen Seenlands

1979
Erstes Rother Altstadtfest im Schlosshof

1987
Erste Europameisterschaften im Triathlon in Roth, heute Quelle Challenge

1992
Eröffnung des Main-Donau Kanals
Errichtung der Kulturfabrik mit "Rother Bluestagen"
Städtepartnerschaft mit Ratibor (Raciborz) in Polen

1998
Abschiedsfahrt der Gredl-Bahn nach Thalmässing

2001
Roth überschreitet erstmals die 25.000 Einwohnergrenze
Anschluss an die S-Bahnlinie nach Nürnberg
www.lgs.de/roth20032003
findet die Stadtgartenschau "Natur in Roth 2003" statt
Städtepartnerschaft mit Troppau (Opava) in Tschechien

2004
Städtepartnerschaft mit Regen in Deutschland

2006
15. Rother Bluestage
475 Jahre Rother Kirchweih

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